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„Jugend und Wirtschaft“ – Fynn schafft es in die Zeitung

„Jugend und Wirtschaft“ – Fynn schafft es in die Zeitung

Innerhalb des Schuljahres 2025/2026 nahm das Profil „Medien und Gesellschaft“ nun schon zum 8. Mal an dem einjährigen Projekt „Jugend und Wirtschaft“ teil. In Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (F.A.Z) und dem „Institut zur Objektivierung der Lern- und Prüfungsverfahren“ (IZOP) arbeiten die Schüler*innen als Journalisten für die Sparte „Jugend und Wirtschaft“ im Wirtschaftsteil der F.A.Z.

Die Schüler*innen sollen Berichte über interessante, besondere und bedeutsame deutsche Unternehmen schreiben. Die Bedingungen dafür sind, dass in der F.A.Z. zu dem jeweiligen Unternehmen noch kein Artikel erschienen sein darf. Deshalb heißt es auch erst einmal, nach neuen Unternehmensideen recherchieren, das ist gar nicht so einfach. Zudem müssen Interviews, am besten mit der Geschäftsleitung, geführt werden, um an Zahlen, Daten und Fakten aus erster Hand zu kommen. Zuletzt gilt es, aus allen Informationen einen informativen, spannenden und unterhaltsamen Artikel zu schreiben, ganz schön anspruchsvoll!

Doch damit nicht genug, an diesem Projekt nehmen deutschlandweit aus 13 Bundesländern mehr als 50 Schulen mit Ihren Klassen teil. „Jugend und Wirtschaft“ erscheint an jedem 1. Donnerstag eines Monats im Wirtschaftsteil der F.A.Z im Umfang von 4 Seiten, pro Jahr werden ca. 60 Schülerartikel veröffentlicht. Die Konkurrenz ist also hoch und nur die besten Artikel schaffen es bis in den Wirtschaftsteil der F.A.Z.

Fynn aus dem Profil“ Medien und Gesellschaft“ (S3) hat es nun mit seinem Artikel „Die Gerätschaft leistet teure Dienste“ zum Thema Miet- und Finanzierungsangebote für Unternehmen in die Oktober-Ausgabe der F.A.Z. geschafft. Den Artikel kann man im Folgenden lesen, viel Spaß dabei!

Andreas Fischer (Profilleitung „Medien und Gesellschaft“)

Die Gerätschaft leistet teure Dienste

Mit Flexvelop mieten Unternehmen unkompliziert

Zwölf Jahre habe er in der Marine gearbeitet und nichts mit Finanzen zu tun gehabt, erzählt Hans-Christian Stockfisch, der Gründer des Fintechs Flexvelop GmbH. 2016 absolvierte er mit 30 Jahren in Australien ein Praktikum in der Gastronomie. Dort wurden der Pizzaofen und die Kaffeemaschine von einem anderen Unternehmen finanziert. Zurück in Deutschland bekam er mit, dass sich vor dem Currywurstladen eines Freundes regelmäßig Schlangen bildeten. „Es hat immer so lange gedauert, weil es nur eine Fritteuse gab.“ Die Leute hätten zur Wurst auch Pommes haben wollen.

Eine zweite Fritteuse wollte die Bank erst finanzieren, wenn er die erste abbezahlt hatte. „Da habe ich gemerkt, in Deutschland scheint das ein tatsächliches Problem zu sein“, sagt Stockfisch. Damit Unternehmen solche Geräte unkomplizierter finanzieren können, gründete er 2018 Flexvelop. Allerdings bekam er erst nach vier Jahren einen Kredit. „Deshalb musste ich erst mal den alten Golf meiner Mutter verkaufen.“ Investoren hätten sein Konzept belächelt, es viel zu einfach genannt.

Flexvelop steht für „flexibility“ und „development“. Unternehmen bietet man die Möglichkeit, Elektrogeräte „flexibel“ zu mieten und zu kaufen. Flexvelop nennt das flexen. Verträge werden wie ein Onlinekauf in Sekundenschnelle abgeschlossen.

Banken und Leasinggesellschaften beharren laut Stockfisch auf starren Prozessen, was lange Bearbeitungszeiten verursache. Klassische Finanzierungsmodelle seien für Investitionen ab 20.000 Euro konzipiert, für die ein hoher Prüfaufwand gerechtfertigt sei. Für kleinere Geräteanschaffungen sei das jedoch ineffizient. „Die Kunden zahlen einen kleinen Aufpreis für unsere Flexibilität, der Bankkredit wäre günstiger“, räumt Stockfisch ein. Die Kunden könnten die Mietausgaben als Betriebsausgaben absetzen.

Unternehmen könnten die Geräte nach der Mietlaufzeit kaufen oder unkompliziert zurückgeben. Dann werden sie an Refurbisher verkauft, die sie aufbereiten und wieder in Umlauf bringen. Man vermiete Tablets, Laptops, Kaffeemaschinen, Spülmaschinen, Werkzeuge und Medizingeräte. Die Mietverträge sind nach einer Mindestzeit von neun, 14 oder 20 Monaten bedingungslos kündbar. Bisweilen komme es jedoch zu einem Upgrade; der Mietvertrag werde zum Beispiel von 20 auf 100 Laptops erweitert.

Das Team von Flexvelop besteht aus 17 Personen. 2025 habe man rund 10 Millionen Euro durch Miete und Sofortverkauf eingenommen. Die Gastronomie trägt 40 Prozent zum Umsatz bei, IT-Hardware und Kaffeemaschinen jeweils 25 Prozent. Mehr als 10.000 Geräte seien bisher durch „Flexen“ finanziert worden.

Man bietet Flex-Lease, Flex-Finance und Flex-Rent an. Die Verträge unterscheiden sich in Kündigungsfrist und Miete. Bei 100 Laptops mit einem Gesamtwert von 100.000 Euro beträgt bei Flex-Rent die Monatsmiete 5800 Euro, mit einer Frist von neun Monaten. Flex-Lease ergibt eine Monatsmiete von 2900 Euro, mit einer Frist von 20 Monaten. Bei Flex-Finance betragen die Miete 3500 Euro und die Frist 14 Monate.

Flexvelop vermietet die Geräte von Verkaufspartnern. Dazu zählen Notebooksbilliger, Lenovo, Metro, La Marzocco und Jura. Neue Geräte gelangen automatisch zu Flexvelop. Das Portfolio bleibe so technologisch auf aktuellem Stand, ohne dass man Lagerhaltung betreiben müsse, sagt Stockfisch.

Fynn (S3)

Erschienen in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, „Jugend und Wirtschaft“, Seite 22, 1. Oktober 2026, Nr. 228

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